Glaubensweg „Steine des Anstosses“ – von Lohne nach Wietmarschen

Der Wietmarscher Glaubensweg ist der erste Wallfahrtsweg im Bistum Osnabrück und weit darüber hinaus zum Thema Seligpreisungen und in seiner künstlerischen Ausführung einmalig. Gleichzeitig ist er ein wichtiger Meilenstein in der Geschichte der Wallfahrten nach Wietmarschen, die bis in das Mittelalter hineinreichen. Er beginnt am Heimathaus in Lohne.

Ein dort aufgestellter Findlung ist Sinnbild für den Berg der Seligpreisungen. Von dort aus führt der sieben Kilometer lange, fast schnurgerade Weg über den Alten Diek, einem alten Landwirtschaftsweg, bis zur Wallfahrtskirche nach Wietmarschen.

Steine des Anstosses sollen sie sein, die Skulpturen am Glaubensweg von Lohne nach Wietmarschen. Aus Bentheimer Sandstein gefertigt, fügen sich die Monumente harmonisch in das Landschaftsbild ein, Die in Stein gemeißelten Botschaften beziehen sich inhaltlich auf die Seligpreisungen des Matthäus-Evangeliums in Verbindung mit aktuellen Themen wie u.a. Armut, Frieden, Gerechtigkeit und Bewahrung der Schöpfung.

Dominikus Witte, in Osnabrück lebender Künstler und Bildhauer, thematisiert in seinen Arbeiten Ereignisse und Probleme, die den Betrachter erinnern, fordern, berühren und provozieren sollen. Die von ihm geschaffenen, monumentalen Steinblöcke stehen wie Zeichen am Wege. Sparsame bildhauerische Bearbeitungen setzen Assoziationen in Gang, die im Dialog mit ergänzenden Bronzeelementen konkretisiert werden. Ihnen gelten die Seligpreisungen. Das so entstehende Spannungsfeld greift die Kluft zwischen den Verheißungen der Seligpreisungen und der Realität des Lebens in einer Bildsprache auf, die unserer Epoche entspricht und so zum Nachdenken über die Zustände in der Welt anregt, mit nachvollziehbaren Anstößen zum Handeln.

Die Monumente des Glaubensweges sind ein stiller, aber stets sichtbarer Appell an das Gute im Menschen. Sie sollen den Betrachter mit sich selbst konfrontieren und ihm deutlich machen, was für ein sinnvolles und gelingendes Leben wichtig ist.

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