St. Marien – Melle-Sondermühlen

St. Marien Sondermühlen ist der kleinste der fünf Gemeindeteile der Kirchengemeinde St. Matthäus. Insgesamt zählen 320 Mitglieder dazu, die sich auf die Ortsteile Dielingdorf, Eickholt, Niederschlochtern und Sondermühlen verteilen.

Nicht nur geographisch bildet unsere St. Marien Kirche den Mittelpunkt unseres Gemeindeteils.

Ein wenig Geschichte:
Seinen Ursprung findet der heutige Ort Sondermühlen in der Wasserburg „Gut Sondermühlen“, welche bereits Ende des 15. Jahrhunderts namentlich genannt wird. Während der Reformationszeit lebte eine katholische Adelsfamilie auf dem Gut, die auf ihrem Grund die Gutskapelle St. Nikolaus errichten ließ. Im Jahr 1869 wurde dann die heutige Pfarrkirche erbaut.

Der heutige Turm aus Naturstein, markant und schon von weitem sichtbar, wurde erst in den Jahren 1928 – 1930 errichtet, nachdem der ursprüngliche Turm baufällig geworden war und abgerissen werden musste. Der Turm beherbergt insgesamt 4 Glocken, 3 der ursprünglichen Glocken wurden während des 2. Weltkriegs eingeschmolzen. Nur die kleinste Glocke, die Antonius-Glocke, läutet noch im „Original“. Antonius war auch der Heilige, der unserer Kirche ursprünglich seinen Namen gab. Erst im Jahr 1954 ließ der damalige Pastor Kreuzhermes die Kirche in „Maria zur Unbefleckten Empfängnis“ umbenennen. Aus dieser Zeit stammt auch die Marienklause auf dem Vorplatz der Kirche.

Ein kleiner Rundgang durch die Kirche:
Betritt man unsere Kirche, fallen im inneren des Turmes zwei Nischen auf. In der rechten Nische steht eine Gedenktafel für die Opfer der Weltkriege, in der linken Nische befindet sich der Taufbrunnen – ein Geschenk der Gemeinde zum Silbernen Priesterjubiläum von Pastor Johannes Menke im Jahr 1932.

Durch den Turm gelangt man in das im neugotischen Stil erbaute Kirchenschiff. Hier bilden die bunten Fenster des Altarraumes einen prägnanten Blickfang – besonders natürlich bei Sonnenschein! In diesen großen Fenstern sind die 4 Evangelisten und die Kreuzigungsszene dargestellt.

Unter den Fenstern steht der Hochaltar. Dieser stammt noch aus der Entstehungszeit der Kirche. Auf der Bildplatte des Hochaltars ist eine ungewöhnliche Bibelszene zu sehen. Sie zeigt die von Mose als Heilszeichen erhöhte Schlange. Die christliche Theologie sieht darin das alttestamentliche Vorzeichen der Erlösung durch den Kreuzestod Jesu Christi, der in der Eucharistiefeier vergegenwärtigt wird.

Die Menschen:
Obwohl unsere Gemeinde schon seit langer Zeit eng zur St. Matthäus Gemeinde Melle gehört, haben wir uns einen Großteil unserer Eigenständigkeit bewahren können. So in eigenen Kindergruppen, der Jugendarbeit, der Vorbereitung der Messdiener, der KFD und dem Seniorenkreis. Aber vor allem Aktivitäten und Feste machen unser aktives Gemeindeleben aus: wie das gemeinsame Osterfeuer, die Fronleichnamsprozession, das Erntedankfest, der „Lebendige Adventskalender“ und unser Gemeindefest mit der Scheunenfete. Hier planen, reden, singen, beten und feiern Jung und Alt zusammen!