Herz-Jesu-klause Korte – Schwagstorf

Die Jesusklause der Familie Korte wurde wahrscheinlich um das Jahr 1900 errichtet. Ursprünglich befand sich die Klause im Besitz des Marienstiftes. 1940 ging sie in das Eigentum der Familie Korte über.
In der Klause befindet sich eine Herz-Jesu-Figur.

Die alte Klause im Feld

Am ehemaligen Bedinghausener Kirchweg gelegen fanden unter Pfarrer Kotten regelmäßige Bittprozessionen zu dieser Klause statt.
Auch später führten noch im Abstand von drei Jahren Prozessionen innerhalb der Pfarreiengemeinschaft zu Kortes Klause.

Im Jahr 2000 wurden der Giebel und das Dach erneuert.

Da im Zuge der Flurbereinigung der an der Klause vorbei führende Weg verschwunden und diese deshalb nur noch durch eine unbequeme Wanderung über die umliegenden Felder zu erreichen war, hatte sich Familie Korte dazu entschlossen, eine neue Klause im gleichen Stil zu bauen.
Der Standort der neuen Klause befindet sich direkt neben der Hofeinfahrt. Im Jahr 2009 sollte der Neubau abgeschlossen und damit zum neuen Platz für die Jesusfigur werden.

Blick durchs Seitenfenster der neuen Klause.
Foto: Gelhot

Herz Jesu:
Andacht Gotteslob Nr: 676,3

V Das Herz ist ein Bild für die Liebe: die Liebe, die Men­schen einander schenken, und die Liebe, die Gott schenkt. In seiner Barmherzigkeit ist er uns nahe gekommen in seinem Sohn. Jesus Christus wurde in allem uns gleich – außer der Sünde. Er hat die dunkle Macht der Sünde ge­brochen durch seinen Tod am Kreuz.

L Als sie aber zu Jesus kamen und sahen, dass er schon tot war, zerschlugen sie ihm die Beine nicht, sondern einer der Soldaten stieß mit der Lanze in seine Seite, und sogleich floss Blut und Wasser heraus.
Joh 19,33–34

Stille

V Gott hat ein Herz für die Menschen; er liebt sein Volk wie Eltern ihre Kinder. Dieser liebende Gott hat sich uns in seinem Sohn offenbart. Dafür danken wir und beten: Herr Jesus, Abbild und Wesen des Vaters,

A bilde unser Herz nach deinem Herzen.

V Von Anfang an scheiden sich an Jesus die Geister. Seine Liebe erfährt nicht immer Antwort. Doch der greise Simeon jubelt im Tempel über Jesus, den Messias: Er ist das Licht der Welt und das Heil aller Völker. Das bekennen auch wir und beten: Herr Jesus, Sohn des lebendigen Gottes,

A bilde unser Herz nach deinem Herzen.

V Jesus wendet sich den Armen und Kranken zu, er tröstet Schwache und Einsame, er schenkt Heilung und Zuversicht. Das erhoffen auch wir und beten: Herr Jesus, Heiland der Kranken,

A bilde unser Herz nach deinem Herzen.

V Eine Frau salbt Jesus mit Nardenöl. Der Herr spricht ihr die Vergebung der Sünden zu, weil sie so viel Liebe gezeigt hat. Er sitzt mit dem Sünder Zachäus zu Tisch und sagt ihm, dass seinem Haus Heil geschenkt ist. Jesus vergibt, wo Menschen Reue zeigen. Das erbitten auch wir und be­
ten: Herr Jesus, Retter und Erlöser,

A bilde unser Herz nach deinem Herzen.

V Viele Menschen haben erfahren, dass Jesus ihnen nahe ist, dass er unendlich geduldig ist, verhärtete Herzen auf­bricht und Frieden schenkt. Darüber staunen wir und beten: Herr Jesus, Freund deiner Freunde,

A bilde unser Herz nach deinem Herzen.

V Wer sich dem Herzen Jesu anvertraut, empfängt Kraft, das eigene Kreuz zu tragen, schwierige Situationen zu meistern und Liebe auch dort zu schenken, wo keine Ge­genliebe zu erwarten ist. Dankbar für jedes Zeugnis christ­licher Hoffnung beten wir: Herr Jesus, gütig und selbstlos
von Herzen,

A bilde unser Herz nach deinem Herzen.

V Gott der Langmut und Liebe, in der Hingabe deines Sohnes am Kreuz umarmst du die ganze Menschheit. Wir danken dir für deine Barmherzigkeit, die du uns schenkst, in der wir angenommen und geborgen sind als deine Töchter und Söhne, als Schwestern und Brüder Jesu Christi, der mit dir und dem Heiligen Geist lebt und wirkt in Ewigkeit.
A Amen.

© Verband der Diözesen Deutschlands (VDD), Bonn/Rechtswahrnehmung durch Katholische Bibelanstalt, Stuttgart


Lied Nr: 358: Ich will dich lieben

Ich will dich lieben, meine Stärke,
ich will dich lieben, meine Zier,
ich will dich lieben mit dem Werke
und immerwährender Begier;
ich will dich lieben, schönstes Licht,
bis mir das Herze bricht.

Ich will dich lieben, o mein Leben,
als meinen allerbesten Freund;
ich will dich lieben und erheben,
solange mich dein Glanz bescheint;
ich will dich lieben, Gottes Lamm,
als meinen Bräutigam.[4]

Ach, dass ich dich so spät erkannte,[5]
du hochgelobte Schönheit du,
dass ich nicht eher mein dich nannte,[6]
du höchstes Gut und wahre Ruh;
es ist mir leid, ich bin betrübt,
dass ich so spät geliebt.

Ich lief verirrt und war verblendet,
ich suchte dich und fand dich nicht;
ich hatte mich von dir gewendet
und liebte das geschaffne Licht.
Nun aber ist’s durch dich geschehn,
dass ich dich hab ersehn.

Ich danke dir, du wahre Sonne,
dass mir dein Glanz hat Licht gebracht;
ich danke dir, du Himmelswonne,
dass du mich froh und frei gemacht;
ich danke dir, du güldner Mund,
dass du mich machst gesund.

Erhalte mich auf deinen Stegen
und lass mich nicht mehr irregehn;
lass meinen Fuß in deinen Wegen
nicht straucheln oder stillestehn;
erleucht mir Leib und Seele ganz,
du starker Himmelsglanz.

© Verband der Diözesen Deutschlands (VDD), Bonn/Rechtswahrnehmung durch Katholische Bibelanstalt, Stuttgart