St. Marien – Papenburg

„Du bist der Fels, auf den ich meine Kirche bauen werde“ (Mt 16,18)
Dieser große Felsen, der vor der Kirche liegt, trägt diese Aufschrift und symbolisiert den Aufbruch ins Jahr 2000 für eine Gemeinde, die am 01. Mai 1956 die Grundsteinlegung und am 01. Mai 1957 die Weihe ihrer Kirche feiern konnte.

St. Marien Papenburg 1

Im Inneren fällt direkt der hölzerne Kreuzweg auf. Er ist ein Geschenk des Bischofs Helmut Hermann Wittler aus dem Jahr 1960 das in der Kirche einen ganz besonderen Platz bekommen hat. Und auch in dieser Kirche wird deutlich: Es gibt eine Verbindung zur Seefahrt!
Die großen Holzreliefs stammen schließlich aus dem französischen Passagierschiff „Pasteur“, das seinerzeit ausgemustert wurde.

St. Marien Papenburg 2

Von den Gesellschaftsräumen des Schiffes zur Kapelle mussten die Menschen damals durch einen halbrunden Durchgang gehen. Dort hing dieser handgeschnitzte Kreuzweg.
Als das Schiff ausgemustert wurde, ergriff Bischof Wittler die Initiative – als Vorsitzender des Raphaelvereins der Seeleute und Protektor der Seemannsgilde übernahm er die Reliefs und übergab sie der Marien-Kirche in Papenburg.

St. Marien Papenburg 6
Besonders in den Morgenstunden erstrahlt das Marienfenster über dem Altar.

Es ist eine Kirche, die insgesamt sehr schlicht gehalten ist. Viele der Einrichtungsgegenstände spiegeln aber das lebendige Wirken der Gemeinde wider. Einiges wurde verändert, ausgetauscht oder bekam einen neuen Platz in der Kirche.

St. Marien Papenburg 3
Tabernakel wurde 1978 in die neue Stele integriert

So auch das Kreuz, das nun im hinderen Teil der Kirche zu finden ist. Ursprünglich stand dieses Kreuz mit vorn im Altarraum. Auf Initiative des damaligen Pfarrers und des Küsters haben sie es an diesen Ort getragen. Dabei ereignete sich ein kleiner Unfall, ein Arm brach leider ab.  Heute ist das Kreuz wieder ganz, nur der Arm ist etwas dunkler, er sollte sich mit der Zeit angleichen, sodass der Bruch nicht mehr zu sehen ist.

St. Marien Papenburg 5

Diese Aussage ist allerdings schon ein paar Jahre her, ob es sich tatsächlich noch angleichen wird? Fraglich…

St. Marien Papenburg 4
Detailaufnahme Taufbrunnen

Diese Kirche konnte hauptsächlich durch die Spendenbereitschaft der Siedler und späteren Einwohner dieses Stadtteils ermöglicht werden. Um das Jahr 1920 entstand allmählich ein Gemeindeleben, 1927 gründet sich ein „Pfennigverein“. Durch die Spendengelder des Vereins konnte diese Kirche realisiert werden.

Navigation