Unbeflecktes Herz Mariens – Rastdorf

Die Rastdorfer Pfarrkirche ,,Unbeflecktes Herz Marien“ hat eine außergewöhnliche Geschichte.

Während des II. Weltkrieges (1939-1945) ist die alte Hümmlinggemeinde Wahn dem Erdboden gleichgemacht worden, weil der Kruppsche Schießplatz (heutige Wehrtechnische Erprobungsstelle) bei Meppen erweitert werden sollte. Somit musste auch die Wahner Pfarrkirche, als ,,Dom des Hümmlings“ bekannt, weichen. Die Pfarrrechte kamen nach Rastdorf. Ostern 1941 wurde das Allerheiligste zur Notkapelle, die im Hause Rehnen untergebracht war, getragen. Von Oktober 1941 bis zum 07.06.1949 befand sich im Hause Berens die Notkirche. Als sich abzeichnete, dass unter dem damaligen Regime kein Kirchbau möglich war, beschlossen die Rastdorfer, in Eigenregie und unter großer Opferbereitschaft sich ein eigenes Gotteshaus zu bauen.

Kirchweihe war am 07.06.1949.
Heutige Erinnerungsstücke aus der Wahner Kirche sind die beiden Seitenaltäre und die Skulptur des Erzengels Michael über dem Ambo.

Die berühmte Wahner Kanzel von Conrad Schlaun wurde leider zerstört.

Im ,,Wahner Zimmer“ das sich neben dem Rastdorfer Heimathaus befindet, sind zahlreiche Relikte aus Wahn zu sehen.