Marienbild Familie Thale – Schwagstorf

Am 21.07.1982 wurde dieser Stein durch Zufall in der gegenüberliegenden Wiese entdeckt und ausgegraben.

Die Wiese gehört der Familie Thale und war zum Fundzeitpunkt an den Landwirt Hubert Niemeyer aus Schwagstorf verpachtet. Die Wiese wird heute als Auslauf für die Freilandlegehennen der Firma Thale genutzt.

Der Landwirt Niemeyer mähte die Wiese 3 – 4 mal im Jahr. Leider vergaß er ab und an, dass ein Stein (wie ihm bekannt war) ca. 20 cm aus der  Erde ragte und beschädigte regelmäßig sein Mähwerk damit. Als eines Tages bei der Familie Thale eine Pflasterfläche renoviert wurde und ein Bagger der Firma Schulte Baggerunternehmen aus Schwagstorf auf dem Hof stand, wurde beschlossen, den Stein auszugraben.

Bei der Ausgrabung des Steines, kam zu aller Erstaunen, dieser große Stein zu Tage. Doch wo sollte dieser Stein hingebracht werden?

Richard Thale besprach sich mit seinem Sohn Eckhard Thale über einen Standort. So wurde entschieden, dass er hier aufgestellt werden sollte.

Er sieht aus wie ein Hinkelstein von Asterix und Obelix, nur die Spitze fehlt. Der Stein ist noch ca. 80 cm von Alfons Thale (Maurer aus Schwagstorf) im Beton in der Erde befestigt worden.

Laut Aussage von Archäologen ist der Stein mit der Eiszeit nach Schwagstorf befördert worden und wiegt ca. 12 – 13 Tonnen.

Ca. 1987 veranlasste Richard Thale, dass eine Muttergottes in den Stein gesetzt wurde. Auf der Rückseite des Steines wurde namentlich eingraviert, wer ihn setzte und wer der Hofbesitzer ist:

„Nahe dieses Platzes, entdeckte, errichtete am 21.07.1982 Richard Thale, Maria Thale geb. Harmeling“ 1963 – 1993, Eckhard Thale, Annegret Thale, geb. Brunegraf, 1993 – heute

Jetzt stehe ich hier am Weg – vor diesem Stein – und frage mich:
– Wie nehme ich meine Mitmenschen wahr?
– Wie nehme ich mich wahr?
– Sehe ich auch nur die eine Seite – so wie bei diesem Stein, als er noch in der Erde lag?

Gott, viel zu oft schaue ich nur auf das was ich sehen kann oder will und schaue nicht hinter die Fassade von meinem Mitmenschen und meinem eigenen Leben. Lass mich erkennen, dass in jedem einzelnen von uns Talente und Fähigkeiten stecken, die uns unsagbar wertvoll und kostbar machen. So wie die Schönheit dieses Steines erst beim Bergen zum Vorschein gekommen ist, so lass mich erkennen, welche Schönheiten in jedem einzelnen Menschen und in deiner ganzen Schöpfung stecken. Lass mich erkennen, dass auch ich selber unglaublich wertvoll bin – ein Geschenk Gottes, die/der mit der Maria, der Mutter Gottes, auf dem Weg ist. Ich will mit offenen Augen durch die Welt gehen und mich trauen meine Fähigkeiten mehr ans Licht zu bringen. Ich vertraue darauf, dass du diesen Weg mit mir gehst.

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