Benediktinnerinnenkloster Aussenansicht

Benediktiner- innen-Kloster – Osnabrück

Eine bewegte Geschichte hat das Benediktinerinnenkloster vom heiligsten Sakrament in Osnabrück hinter sich. Zurzeit zählt die monastisch-kontemplative Ordensgemeinschaft 14 Schwestern. Ihre Hauptaufgabe: die Feier der Liturgie und die eucharistische Anbetung.

Tagsüber sitzt stets eine Schwester vor dem Tabernakel. Auch die Tradition, dass jeden Vormittag eine Schwester im Geiste der Stellvertretung mehrere Stunden vor dem Tabernakel betet
(Reparationstag), wird bis heute gepflegt. Jeden Donnerstag und Sonntag wird am Vormittag zudem das Allerheiligste auf dem Altar zur Anbetung ausgesetzt. Dank der Lage am Rande des Zentrums der Bischofsstadt zelebriert auch täglich ein Priester vom Dom in der Kapelle die Messe. Mehrmals in der Woche feierlich durch den gregorianischen Choral gestaltet.

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Gegründet wurde das Kloster am 8. Dezember 1854. Genau am Tag der Verkündigung des Dogmas von der Unbefleckten Empfängnis Mariens. 1865 traten die Benediktinerinnen Schule und Pensionat an die Ursulinen ab und widmeten sich der Anfertigung von Paramenten. Gleichzeitig eröffneten sie eine Hostienbäckerei. Tätigkeiten, die die Schwestern bis heute verrichten. Während des Kulturkampfes wurden die Schwestern im Jahr 1875 ausgewiesen und gingen ins niederländische Oldenzaal.

Im Jahr 1898 kehrten die Benediktinerinnen dann nach Osnabrück zurück. Ein Zuhause fanden sie in einem Neubau – gebaut im neuromanisch-basilikalem Stil – am jetzigen Standort am Hasetorwall.

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Während des Zweiten Weltkrieges war das Kloster von der Schließung bedroht. So hatte die Gestapo den Schwestern bereits angekündigt, sie könnten ihre Koffer packen, als die Wehrmacht im Kloster eine Verbandsmittelabteilung einrichten ließ. Im Kreuzgang standen die Nähmaschinen, mit denen Verbandszeug genäht wurde. Nach einem schweren Bombenangriff im September 1944 mussten die Schwestern das Gebäude verlassen. Nach dem Krieg kam der Wiederaufbau des Klosters dann nur schleppend in Gang. Erst am Ende des 20. Jahrhunderts war der Wiederaufbau der Klosteranlage abgeschlossen.

Das Kloster besteht heute aus vier Flügeln, die einen Kreuzhof umschließen. Die einzelnen Gebäudeflügel werden durch einen Kreuzgang miteinander verbunden, der im Westflügel drei große holzgeschnitzte Kreuzwegstationen aufweist. Dort versammeln sich die Schwestern zum gemeinsamen Einzug in die Kapelle.

Der Rundturm, der vor der Zerstörung des Klosters im Zweiten Weltkrieg in einer Gebäudeecke zwischen zwei Flügeln gestanden hatte, ist beim Wiederaufbau in den Kreuzhof verlegt worden und hat jetzt nicht mehr das charakteristische Spitzdach. Zum Kloster gehören auch noch einige Nebengebäude. Die Klosterkapelle weist heute eine moderne Ausstattung auf, die mehrheitlich in den fünfziger Jahren des 20. Jahrhunderts geschaffen worden ist.

Sehenswürdigkeiten sind: das Gemälde im Altarraum, der Tabernakel und die Stele von der Künstlerin Else Hildegard Bircks (Detmold), 1955.

Der Gemeinschaft ist ein kleiner Kreis von zurzeit fünf Weltoblatinnen angeschlossen. Die Oblatinnen haben eine eigene  Internetpräsenz: www.benediktineroblaten-osnabrueck.de.

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