Informationen zum möglichen Umbau der Josefkirche in eine Kolumbariumskirche

Hintergründe und Berichte

Juni 2019
Am 17.06.2019 fand das Preisgericht für den Architektenwettbewerb des geplanten Umbaus der Josefkirche zu einem Teilkolumbarium statt. 18 Personen aus der Gemeinde und dem Bistum tagten einen ganzen Tag, um in drei Ausscheidungsrunden den Gewinner nach verschiedenen Kriterien zu küren. Sieben Planungsbüros haben ihre Vorschläge eingereicht:

B-Werk, Spelle
Böss Architekten, Bissendorf
Tilgner & Grotz, Bremen
Krämer & Susok, Lingen
Planungsbüro Rauck, Hannover
e4 Architekten, Münster
Andreas Rowold, Hamburg

Der Vorschlag vom B-Werk aus Spelle setzte sich gegen die Mitbewerber durch. Platz zwei und drei belegten die Vorschläge von Krämer & Susok und Andreas Rowold. Alle Vorschläge zeichneten sich durch eine hohe Qualität aus.
Jetzt werden der Pfarrgemeinderat und Kirchenvorstand über das weitere Vorgehen entscheiden und mit dem Bistum ein weiteres Vorgehen verabreden. Hierzu zählt eine Entwurfsplanung, die eine exakte Kostenaufstellung beinhaltet.
Wir bedanken uns bei den Architekturbüros für die tollen Vorschläge und freuen uns auf das weitere Vorgehen.

Die eingereichten Vorschläge können Sie hier sehen

Dezember 2018
Nach der Renovierung der Pfarrkirche hat sich nun ein Team gebildet, welches den Umbau der Josefkirche begleitet.

Die katholische Kirche St. Josef in Belm prägt seit über 50 Jahren das Ortsbild. Der Kirchenneubau im damals noch selbstständigen Powe wurde erforderlich, da die Pfarrkirche die hohe Zahl der Kirchenbesucher durch den Anstieg der Einwohnerzahl nicht mehr fassen konnte. Vier Messen wurden am Sonntag dort gefeiert. Deshalb hat sich die Kirchengemeinde Belm bereits Ende der 50er Jahre mit dem Neubau der Josefkirche beschäftigt. Am 17. Dezember 1966 wurde sie durch den Bischof von Osnabrück geweiht.

Inzwischen hat sich die Situation grundlegend geändert. Die Zahl der Kirchenbesucher geht stark zurück. Die Gottesdienste in der Josefkirche besuchen im Mittel 180 Gläubige bei 430 vorhandenen Sitzplätzen, zur heiligen Messe in der Pfarrkirche gehen im Mittel 100 Kirchenbesucher bei 220 vorhandenen Sitzplätzen.

Mit der sinkenden Zahl der Kirchgänger wird auch bedingt durch Kirchenaustritte die Zahl der Kirchensteuerzahler weniger. Die katholische Kirchengemeinde Belm wird sich darauf einstellen müssen, wie viele andere Kirchengemeinden auch, in Zukunft mit weniger finanziellen Mitteln den Unterhalt der vorhandenen Gebäude sicherzustellen.
Parallel dazu ändert sich in der Gesellschaft der Umgang mit Sterben und Tod. Immer mehr Menschen entscheiden sich für eine Feuerbestattung mit anschlieflender Urnenbeisetzung auf dem Friedhof, in einem Friedwald, Ruheforst oder Kolumbarium.

Vor diesem Hintergrund ist die katholische Kirchengemeinde Belm bereits 2014 vom Bistum Osnabrück angesprochen worden, die Josefkirche in ein Kolumbarium umzuwandeln.

Diese Anfrage fiel in die Zeit, in der sich die katholische Kirchengemeinde Belm intensiv mit der Renovierung der Pfarrkirche auseinandergesetzt hat. Kirchenvorstand und Pfarrgemeinderat haben sich deshalb dafür ausgesprochen, die Beschäftigung mit dem Thema nach der Renovierung der Pfarrkirche anzugehen. Die ist inzwischen abgeschlossen und so hat der Kirchenvorstand vor einigen Wochen einen Kolumbariumsausschuss gegründet. Neben Vertretern aus Kirchenvorstand und Pfarrgemeinderat sind dort auch das Bistum Osnabrck und die Gemeinde Belm eng eingebunden. Zudem ist ein Informationsaustausch mit den Bestattern vor Ort, der evangelischen Kirchengemeinde und der Pfarrgemeinde Icker geplant. Dieser Kolumbariumsausschuss soll alle notwendigen Informationen zusammentragen, um eine Entscheidung über die Umgestaltung der Josefkirche in ein Kolumbarium vorzubereiten. Im ersten Schritt wurden zentrale Anforderungen an die zukünftige Nutzung zusammengestellt. Ganz entscheidend bei der Planung ist der Wunsch, die Josefkirche als Gottesdienstraum mit ca. 150 Sitzplätzen zu erhalten, so dass dort auch in Zukunft heilige Messen gefeiert werden können. Daneben soll Platz für 1.500 Urnen entstehen. Mit diesen Informationen wird das Bistum Osnabrück in den nächsten Wochen eine Machbarkeitsstudie durchführen. In dieser Machbarkeitsstudie geht es darum festzustellen, ob mit diesen Rahmenbedingungen ein tragfähiges Konzept für die Umgestaltung der Josefkirche möglich ist. Sollte dies positiv ausfallen, wird anschlieflend ein Architektenwettbewerb durchgeführt. Dieser Architektenwettbewerb sollte nach den jetzigen Planungen im 2. Quartal 2019 abgeschlossen sein. Mitte 2019 will der Kolumbariumsausschuss dem Bistum Osnabrück und der Kirchengemeinde Belm eine Entscheidungsvorlage zur Umgestaltung vorstellen. Sollten Sie Interesse an dieser Thematik haben, künnen Sie sich gerne in Heilig Geist in Oesede und in der Kirchengemeinde Hl. Familie in Osnabrück zwei Beispiele eines Kolumbariums ansehen. Ein Kolumbarium unterstreicht den christlichen Gedanken als Gemeinschaft der Lebenden und Toten.