Mariengrotte der Familie Kormann-Unfeld

Die Mariengrotte der Familie Kohrmann-Unfeld wurde im März 2008 nach mehrmonatiger Bauzeit fertig gestellt und am 9. Mai desselben Jahres durch Pfarrer Hubert Schütte gesegnet.

Die Marienfigur in der Grotte fertigte der Steinmetz Heinz Stall in Settrup an. Die Grotte selbst wurde von Heinz Unfeld erdacht und errichtet. Hierzu trug er über Jahre hinweg Findlinge vom hofeigenen Acker zusammen und vermauerte diese. Des Weiteren verwendete er uralte Sandsteinplatten, die den Vorfahren der Familie ursprünglich als Boden für die Küche dienten.

In die Grotte ist zudem ein Kindergrabstein von Anton Kohrmann eingearbeitet, geboren und verstorben im Dezember 1948.  Er war der ältere Bruder von Maria Kohrmann-Unfeld. Der Stein trägt nun die Inschrift „Glaube Hoffnung Liebe 2008“, die vom Steinmetz Stall vorgenommen wurde.

Den Gedanken, eine Mariengrotte aus Findlingen zu errichten, hatte die Familie schon seit Jahren. Ihren 30. Hochzeitstag im November 2007 nahmen Heinz und Maria Kohrmann-Unfeld schließlich als Anlass zum Baubeginn.

Grund für die Erbauung der Mariengrotte ist die Dankbarkeit der Familie, in Gesundheit und Frieden leben zu dürfen. Zudem ist die Grotte so platziert, dass Menschen, die vorüberkommen, die Möglichkeit haben sollen innezuhalten und ein Gebet zu sprechen.

Einmal im Jahr, in der Regel im Rosenkranzmonat Oktober, findet eine Andacht unter freiem Himmel an der Grotte statt, an der auch Gläubige aus den Nachbargemeinden teilnehmen. Im Anschluss daran wird zum geselligen Beisammensein bei Punsch und Gebäck eingeladen. Im Mai 2019 feierte die KFD Schwagstorf hier ihre Gemeinschaftsmesse. Bei ungünstiger Witterung wird die Marienstatue auf die Bauerdiele geholt, wo dann auch der Gottesdienst gefeiert wird.

Meditation

Ich stelle mir vor, Maria, dass du jung warst, lebendig und voller Fragen. Dass du mit anderen Mädchen und Frauen am Brunnen lachtest, deine Träume und Wünsche erzähltest. Du wurdest mit Josef verlobt. Ob du glücklich warst, weiß ich nicht. Doch du maltest dir sicher dein Leben aus wie bei anderen: die Hochzeit, das Eins-Sein mit Josef, Kinder, Arbeit, Nachbarn, Feste – alles im Glauben an Gott geregelt.

Doch Er klopfte plötzlich an. Du ließest ihn ein, und alles hat sich geändert.

Ich stelle mir vor Maria, dass dir oft elend war nach dem Ja, dass du es am liebsten zurückgeholt hättest, auch später, als keiner mehr über euch klatschte; auch dann, als Jesus erwachsen wurde.

Dass du durchgehalten hast Maria, ich staune!

Wenn ich dich so vor mir sehe Maria, als Mensch, der sein Ja immer mühsam erneuern muss, hast du mir vieles zu sagen.

Ich grüße dich Maria, Mädchen aus Nazareth, und deinen Sohn Jesus. Ich grüße dich, Mutter Gottes.

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